LPAR-Tool

Mit dem LPAR-Tool können alle LPARs über einfach zu benutzende Kommandos verwaltet werden. Das LPAR-Tool kann alle LPARs und Managed Systems von mehreren HMCs verwalten.

Wir verwenden das LPAR-Tool schon seit einigen Jahren in unseren Projekten. Es wurde in dieser Zeit stetig weiter entwickelt.

NEW: In der Version 1.4.0.1 ist eine gültige Test-Lizenz enthalten. Diese ist bis zum 31.10.2019 gültig und unterstützt bis zu 10 HMCs, bis zu 100 Managed Systems und bis zu 1000 LPARs.

Damit ist zum Testen des LPAR-Tools nicht mehr zwingend eine Trial-Lizenz notwendig.

Also: Downloaden, Installieren und Loslegen.

Das LPAR-Tool ist Lizenzpflichtig. Lizenzen gelten jeweils für 1 Jahr:

  • bis 49 LPARs:          98,- Euro pro LPAR
  • 50-99 LPARs:         79,- Euro pro LPAR
  • 100-499 LPARs:    64,- Euro pro LPAR
  • 500-999 LPARs:   58,- Euro pro LPAR
  • ab 1000 LPARs:     52,- Euro pro LPAR

Alle Preise verstehen sich zzgl. 19% MwSt.

 

Informationen zum LPAR-Tool: info@powercampus.de

Download LPAR-Tool

Anfrage Trial-Lizenz

Software-Call eröffnen


AIX-Talk: LPAR-Tool

  • Demonstration des LPAR-Tools

Mit dem LPAR-Tool können beliebig viele HMCs, Managed Systems und LPARs bequem von der Kommandozeile aus administriert werden. Das LPAR-Tool erlaubt das Anlegen von LPARs, das Zuordnen von physikalischen Slots zu einer LPAR, das Erzeugen von virtuellen Adaptern und viele weitere Tätigkeiten. Einzige Voraussetzung zur Nutzung des LPAR-Tools ist eine SSH-Verbindung zu den zu verwaltenden HMCs. Das LPAR-Tool besteht im wesentlichen aus den 4 Kommandos hmc, ms, lpar und vios. Im folgenden sind einige Möglichkeiten des LPAR-Tools gezeigt.

Zunächst muss eine zu verwaltende HMC mit dem LPAR-Tool registriert werden. Dies geschieht mit dem Kommando hmc:

$ hmc add hmc01
ms01
ms02
..

Dabei werden alle Managed Systems und LPARs die an die angegebene HMC angebunden sind, registriert. Die registrierten HMCs lassen sich mittels

$ hmc show
HMC              SERIAL    MODEL
hmc01            XXXXXXX   7042-CR6

anzeigen, die registrierten Managed Systems mittels

$ ms show
MS               SERIAL    MODEL         HMCs
ms01             XXXXXXX   8204-E8A      hmc01
ms02             XXXXXXX   8204-E8A      hmc01
ms03             XXXXXXX   8204-E8A      hmc01
...

und die registrierten LPARs mit

$ lpar show
LPAR                  ID    SERIAL    TYPE        MS
lpar01                5     XXXXXXXX  aixlinux    ms02
lpar02                99    XXXXXXXX  aixlinux    ms02
lpar03                27    XXXXXXXX  aixlinux    ms18
...

Möchte man den Firmware-Stand, die Speicher-Ausstattung, die Zahl der Prozessoren oder die Bestückung der physikalischen Slots wissen, kann dies mit den folgenden Kommandos aufgelistet werden:

Firmwarestand zweier Managed Systems:

$ ms mcode ms01 ms02
MS               PERMANENT   TEMPORARY   CURRENT
ms01             01EL350_149  01EL350_163  01EL350_163
ms02             01EL350_149  01EL350_163  01EL350_163

Speicherausstattung aller bekannten Managed Systems:

$ ms mem
MS               INSTALLED   FIRMWARE    CONFIGURABLE  AVAILABLE
ms01             786432      26880       786432      745216
ms02             32768       2176        32768       4992
ms03             262144      8448        262144      92928
...

Zahl der Prozessoren aller bekannten Managed Systems:

$ ms proc
MS               INSTALLED  CONFIGURABLE  AVAILABLE
ms01                  48.0          48.0       45.5
ms02                   4.0           4.0        1.2
ms03                   8.0           8.0       3.35
...

Oder die Belegung der physikalischen Slots eines Managed Systems:

$ ms slots ms09
SLOT                       DRCIDX     LPAR          DESCRIPTION
U78C0.001.XXXXXXX-P2-T3    21010200   null          RAID Controller
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C8-T7  21010201   null         Generic XT-Compatible Serial Controller
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C4    21010202   null          Empty slot
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C3    21010203   ms09-vio1     Quad 8 Gigabit Fibre Channel Adapter
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C2    21010204   ms09-vio1     Quad 8 Gigabit Fibre Channel Adapter
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C1    21010205   ms09-vio1     10 Gigabit Ethernet-SFP+ SR PCI-E adapter
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C9-T1  21010208   ms09-vio1    PCI-E SAS Controller
U78C0.001.XXXXXXX-P2-C9-T2  21010209   ms09-vio1    PCI-E SAS Controller
...

Bei Interesse kann man sich auch einfach nur das Kommando auf der HMC Kommandozeile ausgeben lassen, ohne dieses auszuführen. Z.B. für die Slot-Belegung im letzten Beispiel, einfach die Option -v (verbose only) verwenden:

$ ms slots -v ms09

hmc01: lshwres -m ms09 -r io --rsubtype slot -F 'drc_name drc_index lpar_name description'

Angezeigt wird dann jeweils die HMC und das oder die Kommandos, die ausgeführt werden würden, wenn man die Option -v (verbose only) weglassen würde.

 

Zur Illustration weiterer Kommandos soll nun das Erzeugen einer LPAR mit einem virtuellen Ethernet Adapter und einem virtuellen FC-Adapter exemplarisch gezeigt werden.

Zuerst wird die LPAR mit dem Kommando "lpar create" angelegt. Hierzu muss zwingend die Option "-m <managed-system>" verwendet werden, um das Managed System auszuwählen, auf dem die LPAR angelegt werden soll:

$ lpar -m ms09 create mylpar

Schauen wir uns die gerade angelegte LPAR zunächst etwas genauer an:

$ lpar disp mylpar
MANAGED SYSTEM: ms09
NAME: mylpar
ID: 7
SERIAL NUMBER: XXXXXXXX
TYPE: aixlinux
STATE: Not Activated
OS: Unknown
DEFAULT PROFILE: standard
CURRENT PROFILE: (null)
...

Als Profil-Name wurde "standard" gewählt. Mit der Option -p kann ein beliebiger anderer Name gewählt werden. Das Profil kann man sich natürlich auch anschauen, einfach mit der Option -p das anzuzeigende Profil angeben:

$ lpar disp -p standard mylpar
MANAGED SYSTEM: ms09
NAME: mylpar
ID: 7
TYPE: aixlinux
PROFILE: standard
BOOT MODE: norm
AUTOSTART: 0
MAX VIRTUAL SLOTS: 30
PROC COMPAT MODE: default
PROC MODE: shared
SHARING MODE: uncap
UNCAP WEIGHT: 5
SHARED PROCPOOL: DefaultPool
PROCS: min=1 desired=2  max=4
PROC UNITS: min=0.1 desired=0.2  max=4.0
MEMORY MODE: ded
MEMORY EXPANSION: 0.0
MEMORY: min=1024 desired=4096  max=16384
HUGE PAGES: min=null desired=null  max=null

Die LPAR wurde also mit 2 Prozessor-Cores und einer Entitled-Capacity von 0.2, sowie 4 GB Memory angelegt.

Wir legen nun einen virtuellen Ethernet Adapter mit einer Port-VLAN-ID von 100 an:

$ lpar -p standard addeth mylpar 5 100

Da die LPAR nicht aktiv ist, kann der Adapter nur im Profil angelegt werden!

Wir kontrollieren die virtuellen Adapter der LPAR im Profil:

$ lpar -p standard vslots mylpar
SLOT   REQ  TYPE             DATA
0      yes  serial        
1      yes  serial        
5      no   ethernet         PVID=100 VLANS=(null) ETHERNET0

Neben dem virtuellen Ethernet Adapter im Slot 5 tauchen hier noch die beiden seriellen Adapter auf, die standardmäßig angelegt werden.

Nun benötigen wir noch mindestens einen Storage Adapter. Wir werden hier einen virtuellen Fibre-Channel Adapter anlegen. Dazu benötigen wir zum einen den Client-Adapter auf der LPAR und einen Server-Adapter auf einem VIO-Server des zugehörigen Managed Systems. Lassen wir uns also zunächst einmal die LPARs des Managed Systems auflisten, um herauszufinden, welche VIO-Server zur Verfügung stehen:

$ lpar -m ms09 show
LPAR                  ID    SERIAL    TYPE        MS
lpar18                17    XXXXXXXX  aixlinux    ms09
lpar19                32    XXXXXXXX  aixlinux    ms09
mylpar                7     XXXXXXXX  aixlinux    ms09
...
ms09-vio1             1     XXXXXXXX  vioserver   ms09
ms09-vio2             2     XXXXXXXX  vioserver   ms09

Es gibt also 2 VIO-Server auf dem Managed System. Wir wählen hier den ersten VIO-Server aus und versuchen herauszufinden, welche Slot-Nummer für den Server-Adapter verfügbar ist:

$ lpar vslots ms09-vio1
SLOT   REQ  TYPE             DATA
1      1    serial          
0      1    serial          
5      0    eth              PVID=100 ETHERNET0
31     0    eth              TRUNK(1) IEEE PVID=1 VLANS=100 ETHERNET0
32     0    eth              TRUNK(1) IEEE PVID=2 VLANS=123,124 ETHERNET0
132    0    fc/server        remote: lpar19(32)/10
117    0    fc/server        remote: lpar18(17)/10
104    0    scsi/server      remote: test01(4)/10
7      0    scsi/server      remote: null(12)/11
53     0    scsi/server      remote: lpar18(17)/11
6      0    scsi/server      remote: test01(4)/11

Die Slot-Nummer 100 wäre für den Server-Adapter noch verfügbar. Auf dem Client wählen wir die Slot-Nummer 10. Damit können wir nun schon Client- als auch Server-Adapter anlegen:

Auf dem Client wird der Adapter wieder nur ins Profil eingetragen:

$ lpar -p standard addfc mylpar 10 ms09-vio1 100

Auf dem Server wird der Adapter sowohl im aktuellen Profil als auch dynamisch (funktionierende RMC-Verbindung vorausgesetzt) hinzugefügt:

$ lpar addfc ms09-vio1 100 mylpar 10

Wir überprüfen kurz das Profil des Client um die verwendeten WWPNs für den Client-Adapter herauszufinden:

$ lpar -p standard vslots mylpar
SLOT   REQ  TYPE          DATA
0      yes  serial        
1      yes  serial        
5      no   ethernet      PVID=100 VLANS=(null) ETHERNET0
10     no   fc/client     remote: ms09-vio1(1)/100 c050760XXXXXXXXX,c050760XXXXXXXXX

Auf dem VIO-Server muss nun noch der virtuelle FC-Server Adapter einem physikalschen FC-Port zugewiesen werden. Wir schauen uns zunächst die bestehenden Mappings an:

$ vios npiv ms09-vio1
VIOS             ADAPT  NAME        CLIENT        OS        ADAPT  STATUS        PORTS
ms09-vio1               vfchost0     (7)          unknown   -      NOT_LOGGED_IN  0
ms09-vio1        fcs4   vfchost4     (17)         unknown   -      NOT_LOGGED_IN  0
ms09-vio1        fcs4   vfchost14    (32)         unknown   -      NOT_LOGGED_IN  0

Für unsere neue LPAR (mylpar LPAR-ID 7) wurde das Device vfchost0 angelegt, dieser ist aber aktuell noch auf keinen FC-Port gemappt. Dies holen wir nun noch nach:

$ vios vfcmap ms09-vio1 vfchost0 fcs4

Sind LUNs auf der Storage-Seite auf die obigen WWPNs gemappt worden, dann sollten diese nun sichtbar sein, sobald die LPAR aktiviert wird. Die LPAR könnte dann installiert werden.

Wir aktivieren die LPAR zunächst einmal im SMS-Menu:

$ lpar activate -p standard -b sms mylpar

Als letztes öffnen wir noch eine Console zur gerade aktivierten LPAR, um im SMS-Menu administrieren zu können:

$ lpar console mylpar

Open in progress 

 Open Completed.
scan /vdevice/vfc-client@3000000a/tape                                         




IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM
IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM IBM

          1 = SMS Menu                          5 = Default Boot List
          8 = Open Firmware Prompt              6 = Stored Boot List


     Memory      Keyboard     Network     SCSI     Speaker

PowerPC Firmware
Version AM740_121
SMS 1.7 (c) Copyright IBM Corp. 2000,2008 All rights reserved.
-------------------------------------------------------------------------------
Main Menu
1. Select Language
2. Setup Remote IPL (Initial Program Load)
3. Change SCSI Settings
4. Select Console
5. Select Boot Options





-------------------------------------------------------------------------------
Navigation Keys:
                                             X = eXit System Management Services
-------------------------------------------------------------------------------
Type menu item number and press Enter or select Navigation key:

Damit schließen wir unser Beispiel ab.

Die obigen Beispiel-Kommandos geben einen kleinen Überblick was mit dem LPAR-Tool alles möglich ist. Eine komplette Beschreibung ist zusammen mit dem LPAR-Tool erhältlich.

Das Arbeiten mit dem LPAR-Tool ist deutlich einfacher und auch schneller als über das HMC-GUI. Das LPAR-Tool kann außerdem einfach in eigenen Skripten zur weiteren Automatisierung verwendet werden. Ein Wechsel oder Auswählen der "richtigen" HMC ist nicht notwendig, über die Angabe des LPAR-Namen wird das zugehörige Managed System und die zugehörige HMC herausgefunden. Bei redundanten HMCs, wird bei Nicht-Verfügbarkeit automatisch die zweite HMC verwendet, ohne das dies angegeben werden muss. Ist eine HMC nicht erreichbar, wird automatisch die zweite HMC verwendet.

Das LPAR-Tool kann die Administration von LPARs und Managed Systems deutlich vereinfachen und beschleunigen.